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Beim Film ist eben nichts unmöglich

Literaturkurs Gymnasium: Wenn ihn seine Lieblings-Schauspielerin Marlene ihn anflirtet, gerät der Filmproduzent schon einmal in Schieflage

Nachdem ein Literaturkurs bereits vorige Woche ordentlich vorgelegt hatte, stand der zweite Kurs unter der Leitung von Werner Humbeck diesem in keinster Weise nach, als es am Dienstagabend im Forum des Gymnasium Warstein ,,Pfeffer, Cörri & Marlene – beim Film ist nichts unmöglich“ hieß.

Dass der Name Programm ist, stellte Schul- und Kursleiter Humbeck unter Beweis, als er als aufgedrehte Autogrammjägerin auf die Bühne stürmte und sich damit die Sympathien des Publikums sicherte. Wir versetzen uns zurück in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts und stoßen auf die Pfeffer-Flimmerfrei-Zelluloid-Filmstreifen AG.

 

Wählerischer Pfeffer

Unter diesem Namen verdienen Robby Pfeffer (Jakob Schrewe) als Filmproduzent und Spielleiter Elmer Cörri, gespielt von Nikolas Borghoff, ihre Brötchen. Wenn Cörri auch genauso genervt von dem wählerischen Pfeffer ist, der die renommierte Komikerin Frieda Finke abgelehnt hat, wie alle anderen am Set auch, so sind sich die beiden doch in einem einig: Marlene Fliedrich (Silke Clare) ist wie gemacht für die Rolle der ,,Sanella, das Flittchen von Rom“, wie ihr neuer Filmstreifen heißen soll. Doch wie sich bald herausstellt, beschränkt Marlene ihre schauspielerischen Fähigkeiten nicht nur auf ihre Arbeitszeit. Mit ebenso zuckersüßen wie plumpen Avancen wickelt sie beide, ohne das Wissen des anderen, um den Finger. Zunächst prahlen beide voreinander, was sie für einen tollen Fang gemacht haben und hintergehen ihre Frauen, ohne mit der Wimper zu zucken, doch allmählich wird es brenzlig. So muss sich Marlene in den Schrank flüchten, als unerwartet Robby Pfeffers Frau auftritt und ihr Unterbewusstsein ihr suggeriert: da muss jemand im Schrank versteckt sein.

 

Charlie Chaplin statt Marlene

Als der untreue Gatte aber dann mit schlechtem Gewissen die Tür öffnet, steht plötzlich Charlie Chaplin da, statt Marlene! Von nun an tritt dieser immer wieder in entscheidenden Augenblicken während der Handlung auf und verwirrt die Charaktere, bis sie irgendwann beginnen ihn zu ignorieren: ,,Der ist gar nicht da. Alles nur eingebildet“.

 

Am Ende sind die Gänse fett

Zum Super-Gau des Stücks kommt es, als in der Presse berichtet wird, Marlene sei schwanger und die Namen Cörri und Pfeffer als mögliche Väter fallen. Es stellt sich zu guter letzt auch für die beiden Casanovas heraus, dass Marlene sie nur alle hintergangen hat, ihr verbündeter Freund in der gleichen Situation ist wie Pfeffer und Cörri zuvor und Frieda Finke (Mara Giere) in Wirklichkeit der Charlie Chaplin war, ganz nach dem Motto: am Ende sind die Gänse fett. 


Sonntag, 29. Juni 2014
Von: Madlen Sprenger, WP, 26.6.14



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