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Erstmal die Light-Version der Selbstständigkeit

Madlen verreist gerne – will aber erstmal in Deutschland wohnen bleiben.

Madlen Sprenger berichtet von ihrem Lebensprojekt: Auf eigenen Beinen stehen. Die Welt muss noch auf sie warten

Abiturjahrgang 2014, auch ich war dabei. Wer den Text über das Buch von Fabian Sixtus Körner schon gelesen hat, kann sicher auch erahnen, dass ich durchaus nicht abgeneigt wäre, für eine Zeit ins Ausland zu gehen - und wann geht das schließlich besser als nach dem Abi?

 

Widererwarten ist das aber nicht mein Plan und so wohne ich jetzt in einer WG mit drei Mädels in Bochum und schnuppere seit zwei Wochen Uni-Luft. Doch warum tue ich das, wo doch Freunde von mir sogar nach Sansibar gehen, um dort ihre Erfahrungen im Missionardienst zu machen? Es gibt doch so viele Möglichkeiten aus der ,,Schlecht-Wetter-Gegend“ Deutschland herauszukommen. Reizen würden mich die ganzen Eindrücke und unterschiedlichen Kulturen der Welt. Die Klischees aus zahlreichen Filmen selber überprüfen, eigene Sichtweisen entwickeln, Denkanstöße bekommen und die Welt mit ganz neuen Augen sehen.

 

Die Antwort ist banal wie einfach: Ich fühle mich noch nicht bereit dazu, möchte erst einmal hier Fuß fassen, bevor ich mich auf das Abenteuer begebe, Herausforderungen in aller Welt auf mich zu nehmen und zu meistern. So habe ich jetzt mein Geografie-Studium aufgenommen, das ich schon eine ganze Zeit lang anstrebe. Nach dem Motto erstmal mit dem kleinen Zeh testen, bevor ich ins kalte Wasser springe, mache ich mich also nun täglich auf den Weg zur Uni, um dort schon einmal neue Perspektiven eröffnet zu bekommen und um an Exkursionen teilzunehmen, die mich vor dem Forschungshintergrund langsam in die Welt hinauslocken.

 

Jetzt teste ich also erst einmal die Light Version von meinem persönlichen Lebensprojekt, das sich ,,Auf eigenen Beinen stehen“ nennt, bevor ich dann die unzensierte „Extended Version“ durchleben möchte. Über neue Leute, mit denen ich das ganze Studium verbringe, zu Leuten, die ich vielleicht nur ein paar Stunden oder Tage sehe und das immer und immer wieder aufs Neue. Von einer nur wenig weit von meiner Heimat entfernten Stadt zu den entlegensten Plätzen auf dem Globus. Von einem geordneten Alltagsleben zu völlig anderen Lebensweisen, die mir jeden Tag andere schöne und weniger schöne Überraschungen bereiten werden.

 

Reiseberichte

Was hier nur als lästige Nebenerscheinungen der Haushaltsführung erscheinen, kann da fernab vom gewohnten Trott zur Hürde werden. Kurzum: Ich werde wahrscheinlich genauso planlos vom Everyday-Life in fremden Breitengraden sein, wie jetzt auch, aber bis dahin male ich mir noch weitere Pläne aus und schmökere in Büchern von Welteroberern, die mit viel Mumm losgezogen sind und vielleicht werdet ihr auch von mir noch solche Berichte zu lesen bekommen. 


Mittwoch, 15. Oktober 2014
Von: WP, 15.10.2014



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