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Schüler schlüpften einen Tag in die Haut von Europa-Politikern - Im EU-Planspiel Mitglieder von Kommission, Ministerrat und Parlament

Am Donnerstag stand etwas ganz Besonderes auf dem Stundenplan des Warsteiner Gymnasiums: Die 34 Schülerinnen und Schüler aus der Stufe 10 (Einführungsphase), die Sozialwissenschaften als Kurs belegt haben, erhielten die Chance, an einem EU-Planspiel der regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn teilzunehmen. Christoph Kittel und Julia Thunecke waren aus Regensburg als Referenten angereist und versuchten den Jugendlichen die Europäische Gesetzgebung näher zu bringen.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Schülerinnen und Schüler verschiedener Schultypen ab der 9. Klasse in den Bundesländern Nordrhein- Westfalen, Hessen, Rheinland- Pfalz und Saarland. Im Rahmen des Planspieles schlüpfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Rolle eines Akteurs, zum Beispiel der Europäischen Kommission, des Europäischen Ministerrates oder des Europäischen Parlamentes, und lernen so die komplexe Wirklichkeit europäischer Entscheidungsverfahren – vereinfacht dargestellt – kennen.

 

Das Fördern argumentativer Kompetenz und des demokratischen Verständnisses der jungen Menschen spielt am Simulationstag auch eine sehr große Rolle. Im Mittelpunkt der Simulation steht die Austragung und Lösung eines Konfliktthemas – im Fall des Warsteiner Gymnasium drehte sich alles um Biokraftstoffe.

 

Die beiden Referenten und Lehrer Bernd Belecke zeigten sich begeistert über das große Interesse der Schülerinnen und Schüler und ihre rege Teilnahme an Debatten. Man merkte, dass alle Teilnehmenden in ihren Rollen – sei es Lobbyist der Ölindustrie oder Vertreter der europaskeptischen Fraktion – in ihren Rollen aufgingen. Um sich in die Positionen ihrer jeweiligen Rolle hineinversetzen zu können, hatten sich alle Beteiligten zuvor Hintergrundwissen zu ihren Rollen angelesen.

 

Ziel der Initiative „Welches Europa wollen wir?“ ist es, die europäische Politik und den dahinter stehenden Gestaltungsprozess, vor allem in Form des anschaulichen Planspiels, erfahrbar zu machen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit europäischer Politik zu motivieren und für deren Gestaltungsprozess zu sensibilisieren. Besagter Gestaltungsprozess wurde durch das Planspiel sehr deutlich: Am Ende des Tages hatten alle Anwesenden eine Richtlinie erarbeitet, die mehrfach geändert und unter Kompromissbereitschaft aller Seiten erarbeitet worden war.

 

Bereits an 40 Schulen konnte das Planspiel durchgeführt werden, 130 weitere Bewerbungen liegen bereits vor. An der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler des Warsteiner Gymnasiums wurde deutlich, dass die große Nachfrage mehr als gerechtfertigt ist.

 

Aus: Soester Anzeiger vom 16.06.2012.


Samstag, 16. Juni 2012



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