Wir sind bestens vernetzt!

    

 

Warsteinerin engagiert sich für ein Jahr in Afrika

Als Missionarin auf Zeit reist Sophie Fahney (Abi 2014) nach Sansibar, um zu helfen und Erfahrungen zu sammeln. Im Interview mit der WESTFALENPOST erzählt sie, wie sie zum dem Entschluss kam, was sie dort erwartet und was sie am meisten vermissen wird.

Am heutigen Donnerstag beginnt für Sophie Fahney ein ganz besonderes Abenteuer: Von Warstein aus geht es auf den schwarzen Kontinent, nach Sansibar. Als Missionarin auf Zeit erzählt Sophie, wie es zu dem Entschluss kam, was sie in Sansibar erwartet und was sie besonders vermissen wird.

 

 

Hallo Sophie, bist Du aufgeregt? Ist die Tasche schon gepackt?

Sophie Fahney: Na klar bin ich aufgeregt, die Tasche ist natürlich auch gepackt. Ich freue mich schon auf ein spannendes Jahr. Die letzten Tage und die ganze Vorbereitung waren anstrengend genug. Jetzt freue ich mich, dass es endlich losgeht.

 

 

Wie und wann hast Du denn überhaupt den Entschluss gefasst, für ein Jahr als Missionarin auf Zeit nach Sansibar zu gehen?

Den Entschluss habe ich schon vor drei oder vier Jahren gefasst. Meine Tante hat mich auf die Idee gebracht, dann habe ich etwas im Internet recherchiert und geguckt, was das überhaupt ist. Und das fand ich cool, das ist nicht mehr aus meinem Kopf rausgegangen, und dann ich habe mich entschlossen, mich zu bewerben. Daraufhin habe ich die Organisatoren kennengelernt und an Seminaren teilgenommen. Und dann war ich unter den 19 Jugendlichen, die dorthin fahren.

 

Welche Arbeit kommt dort als Missionarin auf Zeit auf Dich zu?

Ich arbeite in einem Altenheim als Pflegerin, in der Nähe ist auch noch ein Kinderheim und andere Projekte, wo ich dann mitanpacken werde.

 

Viele Jugendliche gehen als Au-pair in die USA oder reisen als Rucksacktourist durch Australien. Du aber hast Dich für die Arbeit in Sansibar entschieden, warum?

Ich möchte mich sozial engagieren und meine Hilfe anbieten, wo sie gebraucht wird. Ich möchte eine andere Welt, eine andere Kultur als die westliche kennenlernen und so einen ganz anderen Blick auf die Welt erhalten und mit den Menschen dort in Kontakt kommen. Und Afrika war auch schon immer ein Kontinent, der mich fasziniert.

 

Ein Jahr bist Du fern von der Heimat. Wie haben Deine Familie und Deine Freunde reagiert ?

Am Anfang stutzten natürlich einige über mein Vorhaben, aber mit der Zeit konnten sie sich damit anfreunden. Für meine Familie gab es von den Organisatoren aus auch extra einen Abend, an dem das Projekt vorgestellt wurde und ihnen Ängste genommen wurden. Viele können sich unter Afrika und der Kultur nicht viel vorstellen und verbinden mit der Region quasi nur Armut oder Krieg. Inzwischen freuen sie sich aber für mich, auch wenn der Abschied natürlich schwerfällt.

 

Wie hast Du Dich denn persönlich auf Deine Zeit in Sansibar vorbereitet und was versprichst Du Dir von dem Jahr als Missionarin auf Zeit?

Die Vorbereitung lief natürlich zum Großteil über die Organisation, insgesamt ging das knapp acht Wochen. Die haben mir viel über die Kultur dort erzählt und was mich erwartet. Ich verspreche mir einfach, dass ich Erfahrungen sammle, die mir persönlich weiterhelfen und einen neuen Blickwinkel auf Dinge erhalte, die mir wichtig sind.

 

Für wie wichtig hälst Du solch ein soziales Engagement, wie Du es jetzt in Sansibar angehst?

Soziales Engagement ist natürlich wichtig, egal auf welche Art und Weise. Viele Erfahungen hängen mit Engagement und Mithilfe zusammen und für mich ist das jetzt die perfekte Möglichkeit, direkt nach dem Abitur.

 

Was oder wen wirst Du wohl besonders vermissen?

Meine Familie und Freunde natürlich an erster Stelle. Dann meine beiden Vereine, den TuS 45 Warstein und die Stadtkapelle. Und das ein oder andere Mal werde ich bestimmt auch an mein beschauliches Heimatstädtchen denken. 


Donnerstag, 28. August 2014
Von: Alexander Lange, Abi 2010, WP, 28.8.14



Bookmark and Share



 

Termine

Keine Artikel in dieser Ansicht.



Gymnasium Warstein
© 2018 - Impressum