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Der letzte Frankreich-Austausch ist so schön, wie der erste

50 Jahre Austauscherfahrung: Die frühere Französisch-Lehrerin Helma

Helma Wienand war bei der ersten Begegnung mit St. Pol dabei

Die langjährige Französisch-Lehrerin Helma Wienand berichtete während der Feierstunde von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Schüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreich. Denn als Jugendliche gehörte sie 1965 zu den ersten Warsteinern, die Austauschschüler aus St. Pol bei sich aufnahmen und im Gegenzug selbst nach Nordfrankreich fuhren.

„Für euch ist das heute Realität“, sagte sie, „für uns war das der Aufbruch in eine neue Zeit.“ Die Herzlichkeit und Wärme ihrer Gastfamilien hätte sie fasziniert und das Interesse an Frankreich und den Franzosen wachsen lassen. „Ich habe den Anfang des Wandels zwischen beiden Ländern miterlebt“, schwärmte sie im Rückblick.

 

Zeitraum zweimal verkürzt

Jeweils drei Wochen haben die Schüler damals noch in den Gastfamilien verbracht, die deutschen Mitschüler in dieser Zeit kaum gesehen. „Wir sind viel tiefer in den französischen Alltag eingedrungen“, blickt sie zurück, „auch wenn die Tagesfahrt nach Paris natürlich auch damals schon der absolute Höhepunkt war.“

Seitdem wurde der Austausch zunächst auf zwei, später auf nur noch eine Woche verkürzt. „Wir wollen lieber nicht weiterdenken“, mahnte Helma Wienand. Auch die Zeit innerhalb der Gastfamilien sei noch nie so kurz gewesen wie im Moment. Doch die Pensionärin bleibt überzeugt: „Der Schüleraustausch ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte.“

 

Extremer Wintereinbruch

Das bewies nicht zuletzt ihr letzter Austausch vor dem Eintritt in den Ruhestand 2013. „Damals gab es in Nordfrankreich einen extremen Wintereinbruch“, erzählte sie, „fast das gesamte Programm musste ausfallen.“ Auch die Schule blieb geschlossen, so dass den Teilnehmern fast nichts anderes übrig blieb, als die Zeit in den Gastfamilien zu verbringen. „Hinterher waren trotzdem alle begeistert und sagten mir, sie hätten noch nie so viel Französisch gesprochen.“

Helma Wienand wünscht dem Austausch noch eine lange Zukunft: „Und zum 100. Jubiläum in 50 Jahren steht hier einer von euch und berichtet von seinen Erfahrungen.“


Donnerstag, 9. Oktober 2014



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