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Gymnasium feiert 10 und 50 Jahre währende Freundschaften

Kontakte nach Frankreich und Finnland / Realschule seit 20 Jahren mit St. Pol dabei

Mit einem interkulturellen Abend der besonderen Art feierte das Warsteiner Gymnasium am Mittwoch die Jubiläen zweier langjähriger Schüleraustauschprogramme. Seit 10 Jahren gibt es den Austausch mit der finnischen Partnerschule in Hämeenlinna und seit nunmehr 50 Jahren findet der Austausch mit der Partnerschule im französischen St. Pol statt. In die Reihe dieser Jubiläen gesellte sich im Forum des Gymnasiums auch die Realschule Belecke, die seit 20 Jahren ebenfalls einen regelmäßigen Schüleraustausch mit St. Pol betreibt. Zum ersten Mal fielen die Besuche aller ausländischen Gäste in eine Woche – Grund genug die langjährige Freundschaft gemeinsam zu feiern.

 

„Ein solcher Begegnungsabend war noch vor 75 Jahren undenkbar“, stellte Ulrich Ernst als stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums zu Beginn fest. Er erinnerte an die Entstehung des europäischen Gedankens nach den Weltkriegen und rief dazu auf, Fremdes als eine Bereicherung zu sehen und die eigenen kulturellen Besonderheiten in Gemeinschaften einzubringen.

Die stellvertretende Schulleiterin der Belecker Realschule, Christine Terske, betonte, dass im Unterricht viel Wissen vermittelt wird, direkt erfahrene Erlebnisse, aber viel nachhaltiger im Gedächtnis der Schüler bleiben. Sie erklärte, dass der Schüleraustausch als eine solche Erfahrung unverzichtbar sei.

Von vielen schönen Momenten und der Entwicklung des Frankreichaustausches im Laufe der Jahre wusste Helma Wienand als pensionierte Französischlehrerin des Gymnasiums zu berichten. Beim ersten Austausch im Jahr 1965 nahm sie als Schülerin teil. Bis zum vergangenen Jahr begleitete sie den Austausch als Lehrkraft.

 

Rund um die Worte ihrer Lehrer gestalteten die finnischen, französischen und deutschen Schüler ein buntes und hinsichtlich der Sprachen vielfältiges Programm. Den Anfang machte ein Flashmob der sechsten Klasse der Realschule, der von dem französischen Lied „Toi plus moi“ begleitet wurde. Zum Mitsingen luden die französischen Gäste mit den bekannten französischen Liedern „Santiano“ und „Aux Champs Elysees“ ein. Auch das Lied der Finnen konnten die Besucher aller Nationen schnell mitsingen, bestand es nur aus den drei Wörtern „Paljon onnea vaan“ und war ein Geburtstagsständchen für die Lehrerin der finnischen Schüler.

Kurze Filme, in denen sie die Besonderheiten ihrer Schulen vorstellten, präsentierten die Schüler der Realschule Belecke und der Partnerschule aus St. Pol. Gute Unterhaltung bot auch die pantomimische Darstellung von deutschen, finnischen und französischen Stereotypen. Ob Baguette, Sauna oder bayrische Trachten – die eigens dafür gegründete Jury konnte alle Vorurteile den richtigen Ländern zuordnen.

Ein weiterer Höhepunkt war das internationale Buffet, das in der Eingangshalle des Gymnasiums aufgebaut war. Damit den Finnen, Deutschen und Franzosen auch beim gemeinsamen Essen die Gesprächsthemen nicht ausgingen, fand sich auf den Tischen ein „Drei-Länder- Quiz“, das nur in interkultureller Zusammenarbeit gelöst werden konnte.


Donnerstag, 9. Oktober 2014
Von: Sylvia Weber, WA, 4.10.14



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